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Das andere Schweden – doch wieder Ile de Ré

Nachdem die Langzeitprognose für das Sommerwetter in Schweden sich eher herbstlich präsentierte, habe wir nun kurzfristig die Fähre storniert. Alle Familienmitglieder waren sich einig, dass 17°C mit gelegentlichem Regen nicht unsere Art ist, den Sommerurlaub zu verbringen.
Wir sind also wieder Richtung Frankreich gefahren und besuchen zum X-ten Mal unsere Lieblingsinsel. Schon der erste Tag hat zeigt warum! 20°C Vorhersage fühlen sich auf der Ile wie 25°C an – keine Ahnung, warum das so ist.

 

Ein Regentag: Atlantik heißt auch, dass das Wetter wechselhaft sein kann. Wir haben den obligatorischen Regentag in St. Martin zugebracht. Wie immer am Meer, gibt es zum Glück auch kleine Sonnenlöcher, so dass wir trotz 90% Regenwahrscheinlichkeit, Eisessen, Joggen, Schwimmen und Abendessen mit Sonne genießen konnten.

Regentag 2:
OK, wir haben es vorher gewusst. Die Wetter-Apps sind einfach zu gut. Dennoch, 1 Stunde bei Bon Prix ist die Härte. Männer, mal ehrlich – wer schafft länger? La Rochelle ist aber auch bei Regen super. Viele Teile der Fußgängerzone ist in Arkaden angelegt, so dass es trockenen Fußes durch die Innenstadt geht. Wir haben uns danach den ersten Turm der Hafeneinfahrt angesehen, der schon so alt ist, dass sich Legenden um die Erklärung der Entstehung ranken. Auch der Yachtafen bietet Zerstreuung für Milliardäre – wenn auch nicht mit Antibes vergleichbar. Nun ist nur noch das Aquarium übrig. Das haben wir seit 10 Jahren ausgespart, mal sehen was das Wetter bringt.

Regentag 3 (Dauerregen):
Aquarium und Museum Maritime haben wir uns direkt hintereinander angeschaut, es befindet sich auch nebeneinander. Beides ist auf seine Weise super. Das Aquarium mit 16€ für Erwachsene und 12€ für Kinder für ca. 1,5 Stunden schon nicht mehr als günstig zu bezeichnen. Dadurch, dass schon zuvor 2 Tage Schlechtwetter  war, hatten wir es fast leer. Die Kinder haben abends dann Haie und Meeresschildkröten gemalt, insofern also auch beeindruckend. Das Museum Maritime erwies sich ebenso als voller Erfolg. Mit 26€ für eine vierköpfige Familie dann auch ein wirklich gutes Preis/Leistungsverhältnis für 2 Stunden. Vieles wird direkt auf dem Museumseigenen Schiff ausgestellt. So sieht man die Kammern und Kojen so, als wären sie noch bezogen. Der Gang durch das Schiff ist wirklich gut gemacht und abwechslungsreich. Auch die Bordbar ist einen Besuch wert.

Regentag 4 (Nieselregen):
Ja, es nervt. Haben wir so auch nicht gebucht! Kühlrippen vom Kühlschrank vereist – ist im Sommer noch nie passiert, so kalt wird der Kühlschrank eigentlich auch gar nicht. Nun ja, wir machen das Beste daraus. Kleiner Autoausflug zum Flohmarkt, ohne Fotoapparat! Dann Wikingerschach und am Abend zwei kleine Highlights: 1. Chevererie und dann 2. Pizza – selbst gemacht. Die Chevererie ist Loix. Allein die Strecke dorthin ist einfach super. Mit dem Fahrrad zwischen den Salzwiesen hindurch, zum Teil direkt am Meer ist die Tour eine der schönsten am Meer überhaupt. In der Chevererie angekommen werden dann die Ziegen pünktlich um 17:30Uhr vom Stall in den Melkstand getrieben und die Besucher können das direkt mit verfolgen. Die Kinder Lieben das. Danach kommt man an der Käserei vorbei in den Verkaufsraum, wo man die frischen Produkte zum normalen Preis erwerben kann.

Abends haben wir dann auf dem Camping – Platz Pizza gegessen. Den Pizzaofen gibt es gelegentlich für 50€ beim Discounter oder bei Ebay-Kleinanzeigen. Hier Pizzaexpress oder Ferrari Pizzaofen oder ähnliche Suchbegriffe bemühen. Das Teigkneten ist zwar ohne Mixer immer etwas klebrig und bei manchen Campingplätzen rutscht bei 1200W die Sicherung raus, aber hier geht es. So ist der Nieselregen vom Morgen schnell vergessen. Neben uns sind dann noch Spielkameraden angekommen und die Kinder sind total happy.

Fahrradtour La Couarde sur Mer à St. Martin à La Couarde sur Mer mit Degustation. Die einfache Strecke ist  ca. 5 Km lang. Wichtig ist es, spätestens um 12 Uhr anzukommen, da die Geschäfte und Märkte um 13 Uhr schließen. Die Tour führt überwiegend am Wasser entlang. In der Hauptsaison macht ein Helm die Fahrt sicherer, da viele Menschen unterwegs sind und auch die Ile immer mehr Elektrobikes mit zu schnellen Rentnern hat.  Zwischendurch gibt es die Möglichkeit Austern oder auch andere Meeresspezialtäten zu verköstigen. Wir haben für den Teller mit 6 Austern, 6 Crevetten, 3 Glas Wein und 2 Sprite 23€ bezahlt.

Am Nachmittag waren die Katamaranbedingungen hervorragend, so dass wir für eine Stunde bei der Segelschule der Eltern von Antoine Albeau einen Hobby 16 gemietet haben (30€). Ansonsten gibt es am Strand natürlich auch die Möglichkeit  Sup zu fahren oder bei dem recht häufig aus West blasenden thermischen Wind den Kite aufzublasen. Die Segelschule bietet aber auch Kurse für Windsurfer und Optimisten Segeln an.

Der Campingplatz Le Remondeau hat seit 2016 einen Grillplatz eingerichtet. Das ist ein sehr schön, da man aufgrund der Feuergefahr in Frankreich eigentlich nie direkt am Platz Grillen darf. Es gibt zwei große Grills die jeweils für 8 Personen reichen mit den entsprechenden Sitzgelegenheiten. Toll ist die Idee in Blumenkästen regionale Kräuter wachsen zu lassen, welche sich die Gäste pflücken dürfen. Wir haben den Fisch nicht selbst geangelt sondern waren auf dem Markt. Dorade Rosé und Sardinen aus der Gegend –lecker!

Der Sommer kommt zurück und die nächsten 10 Tage beachen wir fast nur noch…


Wem das nicht reicht, hinterlässt einen Kommentar oder liest im Jahr 2016 weiter: ile-de-re-wassersportparadies

Wir sind nach 14 Tagen dann weiter Richtung Le Gurp gefahren, wo wir 5 Stunden später angekommen sind.

Linkliste:

Die Insel von oben:

 

2 Kommentare zu “Das andere Schweden – doch wieder Ile de Ré

  1. Steffi K.

    Schon beim Lesen fühlen wir uns ebenso heimisch und freuen uns auf das nächste Jahr genau dort.

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