wieder los…
2020 Deutschland Wandern Ziele

Das Allgäu rund um Oberjoch und Bad Hindelang – das Kuhparadies!

Urlaub in Deutschland, eher erzwungen als gewollt, aber dennoch überraschend gut. Wir haben aufgrund des ansteigenden Inzidenzwertes in Südtirol noch von der Autobahn aus umgebucht, da wir keine Lust auf Quarantäne hatten und ein Coronatest zu diesem Zeitpunkt noch z.T.  sieben Tage dauerte. So sind wir sehr zufrieden in Bayern auf dem Bauernhof Steinmüller in Untergschwend nur 5 Minuten von Oberjoch entfernt gelandet. Für uns der perfekte Einstieg in viele schöne Wanderungen. Allerdings kannten wir die Bauernregel nicht, dass es in einem Schaltjahr mit dem Wetter immer besonders sein kann. Aber mit der richtigen Kleidung geht alles.

Tag 1: Runde um Bad Oberdorf und Bad Hindelang mit Hirschbachtobel

Zum Einstieg haben wir uns auch aufgrund der Wetterbedingungen für eine Talrunde entschieden. Allerdings wollten wir dann unbedingt noch Almflair genießen und haben uns dann immer höher hinauf gewagt. Unsere Runde begann am Parkplatz zur Hirschalp, welcher eigentlich auch nur Besuchern vorbehalten ist. Allerdings war an diesem Tag dort alles frei und die Absicht dort einzukehren hatten wir eigentlich auch. Doch zunächst sind wir Richtung Bad Oberdorf gewandert und haben uns an Wetter und Wege herangetastet.

Nach dem Schleierfall sind wir durch das beschauliche Bad Oberdorf gewandert. Dem Hinweisschild vom Cafe Polite folgend haben wir uns dann überraschend an einer Alpe wiedergefunden.

Von dort ging es dann direkt in den Hirschbachtobel. Eine relativ anspruchsvolle Passage mit einzelnen Tritten im Fels.

Oben angekommen hat der einsetzende Schneeregen unseren Ausflug über die Hirschalp zunichte gemacht und wir haben abgekürzt. Trotzdem eine tolle Wanderung!

 

Tag 2: Buchelalpe bis Wertacher Hörnle und Starzlachklamm

Das Wetter hat Neuschnee im Oktober gebracht und wir hatten weder Lust weit zu fahren noch im Tal zu wandern. Der Wanderparkplatz zur Buchelalpe ließ sich mit der Gästekarte gratis bezahlen. Der Weg nach oben ist aber ein zunächst asphaltierter Forstweg, das tut bergab schon ein wenig weh.

Wir haben es dann nur noch bis zum Hornle See geschafft und uns das Gipfelkreuz des Wertacher Hörnle aus der Ferne angesehen. Das sieht aber auch schon gut aus, seht selbst:

Da der Tag noch jung war, sind wir dann weiter zur Starzlachklamm gefahren. Dort war um 15:30 Uhr nichts mehr los und wir hatten die schmale Klamm fast für uns allein.

Canyoning wäre aber zeitlich nicht mehr drin gewesen und geht dort erst ab ca. 12 Jahren.

 

Tag 3: Breitachklamm

Leider hatte unsere große Tochter Schuhprobleme und so wollten wir steile Abstiege vermeiden. Die Breitachklamm ist für Sonneneinfall auch im Herbst breit genug und man kann über Almwiesen zurückwandern. Allerdings  kann ich mich über zusätzliche Parkplatzgebühr zusätzlich zum Eintritt schon aufregen. Die Klamm läßt diese Art von Aufregung aber schnell vergessen.

Wenn man es zu den Bildern noch rauschen hört, bekommt man allerdings erst eine ungefähre Vorstellung von den Kräften des Wassers in dieser Klamm.

 

Tag 4: Die große Runde um den Iselergipfel – mit ein wenig Nervenkitzel am Gratweg – mittel bis schwierig

Nach ca. fünf Minuten Fahrzeit waren wir schon an der Seilbahn Wiedhagbahn, welche uns in wenigen Minuten zum Schmugglerpfad am Iseler gebracht hat. Von dort haben wir den Weg im Uhrzeigersinn gewählt, da wir möglichst viel von der wenigen Sonne haben wollten.

Der Schmugglerstieg beinhaltet für Kinder ein Quiz Programm und einige zusätzliche Herausforderungen. Wir haben darauf verzichtet und die Kinder haben nur die Highlights davon mitgenommen.

Der Aufstieg bis zum Gipfel war durchgehend eisfrei und nur selten rutschig. Die Schneelage ist auf den Bildern gut erkennbar. Der Abstieg war zum Teil etwas eisig, aber da die Sonne am Nachmittag auch die nördlichen Passagen beschienen hat, ging es recht gut.

Den Gratweg haben wir über einen Seiteneinstieg erreicht, so dass wir von dort nur noch 150m zum Gipfel hatten. Sind alle schwindelfrei, dann ist aber auch der Gratweg gut zu gehen.

Im Herbst fährt der letzte Lift um 16:30 Uhr ins Tal. Wir sind um 10 Uhr morgens losgegangen und haben es mit ein wenig Pause gut geschafft.

 

Tag 5: Alpseecoaster

Der Alpseecoaster ist die längste „Sommer“rodelbahn in Deutschland. Oben am Berg war es sehr verhangen und wir brauchten ein Notprogramm. Wir sind hochgewandert und nach ca. 30 Minuten Wartezeit den Berg hinunter gerauscht – voll cool und saukalt!

Die übrige Zeit haben wir mit einem Schwimmbadbesuch in Nesselwang und kleineren Wanderungen auch mal ohne Kinder verbracht. Ach ja, die Hirschalpe stand noch aus, wegen Schneeregen, die haben wir uns zumindest noch von außen auf die schnelle angesehen:

Viel Spaß beim Nachwandern im Allgäu!

Schreibt mir gerne Kommentare. Wer weiß, vielleicht kommen wir wieder und testen die Tipps.

Thore

1 Kommentar zu “Das Allgäu rund um Oberjoch und Bad Hindelang – das Kuhparadies!

  1. Hach, das schöne Allgäu! Wir waren einmal in Wertach und einmal bei Sonthofen. Die Ecke um Bad Hindelang wollte ich mir endlich mal noch genauer ansehen. Euer Bericht bestärkt mir darin. Da haben wir noch ein bisschen was zu entdecken. Die Iseler-Runde mit dem Schmugglerpfad hat uns auch Spaß gemacht und die Breitachklamm ist einfach der Hammer. Aber Schnee im Oktober auch …
    Liebe Grüße
    Angela

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