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2019 Fahrradtour Frankreich Sightseeing Zwischenstopp

Zwischenstopp – Paris

paris à vélo

Mit dem Wohnwagen durch Paris klingt erstmal nicht gut. Versucht es auch gar nicht erst am Freitagnachmittag. Kommt in Paris niemals auf die Idee bei Google Maps eine um 5 Minuten schnellere Route anzunehmen, so gut ist der Algorithmus nicht und wird es vermutlich auch nie sein.

Von Norddeutschland aus betrachtet, bietet sich Paris als Zwischenstopp schon aufgrund der Fahrzeit an. Aber auch von Süden kommend kann es sinnvoll sein, sich in Paris nach einer langen Autofahrt die Beine zu vertreten. Denn es gilt  Raststätten im Umkreis von 100km zu meiden –  hohe Diebstahlgefahr! Wir haben uns daher für Paris direkt entschieden. Außerdem hat unsere große Tochter den Wunsch geäußert, den Eiffelturm nicht nur von der Autobahn aus zu betrachten.

2 Wochen vorher haben wir uns relativ spontan auf dem Camping de Paris eingebucht. Schon die Anfahrt war von Süden kommend deutlich einfacher als gedacht. Allerdings ziehen wir ohne Deichsel auch nur 5,40m hinterher. Aber mit Bulli sind es dann doch insgesamt ca. 12m. Viel mehr sollte es dann auch für den Campingplatz nicht sein.

Erstaunlich war der Checkin. Hier durfte man gleich auf den Stellplatz und erst danach sollte man zur Rezeption kommen, da bei der Vorbuchung schließlich schon alles übermittelt wurde – vorbildlich. Die Stellplätze sind am Fluss und daher recht schön, dennoch ist man geräusche-mäßig natürlich immer noch in einer Großstadt, welche aber nicht lauter ist als andere Städte mit Autoverkehr in der Nähe. Aber dafür direkt an der Seine.

Wir sind abends gegen 19 Uhr angekommen und haben noch am Wohnwagen etwas gegessen. Danach ging es dann leider erst um 21 Uhr Richtung Eiffelturm. Wer auch auf den Turm statt nur davor will, der muss entweder viel Geduld haben, vorbuchen oder den letzten Lift nehmen (je nach Wochentag ca. 23 Uhr). Achtung, es gibt im Internet diverse Anbieter von Tickets und man sollte mindestens einen Monat besser 2 vorher buchen. Für einen Erwachsenen liegt man mit Lift auf die Spitze bei 26€ (2021). Wir hatten 2019 vor Corona noch die Chance um 0:30 ohne Vorbuchung, aber das war uns etwas zu spät, denn wir waren mit dem Fahrrad dort. Und nein, wir sind nicht irre – Paris ist durch die grüne Bürgermeisterin zur Fahrradstadt geworden.

OK, ihr denkt nun abends ist nicht so viel los auf den Straßen. A stimmt das nicht und B, es geht auch tagsüber wunderbar mit dem Fahrrad. Daher sind wir am nächsten Tag zu einer ca. 26km langen Fahrradtour durch Paris aufgebrochen. Doch vorher noch ein Hinweis: die Allée de Longchamp, welche auch einen Fahrradweg vom Campingplatz in Richtung centre ville hat, ist abends von leichten Mädchen frequentiert, wer mit Kindern fährt und sich die Erklärungen sparen will, der fährt besser durch den stockfinsteren Park (siehe unten) – ist vermutlich auch sicherer.

Wir sind dann einfach drauflos geradelt. In Paris ist das Fahrradfahren relativ entspannt, da eine Spur für Busse und Fahrräder eigentlich immer reserviert ist, wenn es nicht ohnehin einen Fahrradweg gibt. Ich habe euch hier mal die Route verlinkt, welche uns sehr gut gefallen hat.

Anbei nun die Eindrücke der einzelnen Highlights. Weiter unten im Blogbeitrag findet ihr das Video zur Fahrradtour.

Bis zum Arc de Triomphe ist es nicht weit und wir haben nur ca. 20 Minuten warten müssen, um hoch zu kommen. Die Aussicht ist hier fantastisch, so dass wir nicht mehr ganz so traurig waren, nicht auf den Eiffelturm gekommen zu sein. Es gibt übrigens einen Tunnel zum Arc de Triomphe, so dass man nicht über den vierspurigen Kreisel laufen muss.

Wir haben es nicht erwartet, aber Paris mit dem Fahrrad ist wirklich toll. Das machen wir bestimmt noch einmal! Hast du noch weitere Vorschläge für paris à vélo, schreibe mir gerne einen Kommentar.

 

 

 

 

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