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Kitesurfen und Küstenwandern – 5 X das Gelbe vom Ei an der Costa Brava rund um Ballena Alegre

Salvador Dali´ - Cadaqués - das Ei in in weiß!

1. Wanderung von Tamariu nach Lla Franc
2. Kloster Montserrat
3. Wanderung Cala Montgo´
4. Salvador Dali´ – Cadaqués – das Ei in weiß!
5. Barcelona

Viele wissen es nicht, aber auch auf dem spanischen Festland gibt es tolle Wanderwege, welche bezüglich Ausblick und Schwierigkeitsgrad vergleichbar sind mit z.B. den mallorquinischen Wanderwegen. Was den Wassersportkomfort anbelangt ist man hier sogar besser aufgehoben.

Hinweis: nur auf der Website: wiederlos.de sind die entsprechenden Videos eingebunden!

Unterkunft

Wir haben uns als Basiscamp auf dem Campingplatz La Ballena Alegre eingebucht. Da wir keine Lust hatten für 9 Übernachtungen den Wohnwagen mitzuschleppen, haben wir uns dort eine Hütte gemietet. In den Herbstferien Anfang Oktober ist nicht mehr viel los, so dass man eigentlich nicht vorbuchen müsste, es sei denn, man will unmittelbar am Strand eine der Hütten haben. Da es aber auch Anfang Oktober schon frisch werden kann, ist es ratsam eine Hütte mit viel Sonne zu wählen. Wir hatten Nummer 8. Wer auf noch längere Abendsonne Wert legt, nimmt die Hütten auf der rechten Seite (43-49). Die Tamariu Hütten waren noch gut besucht, sowie die Stellplätze rechts daneben. Der Rest des Campingplatzes war schon ziemlich leer.

Der Weg zum Strand bzw. Meer ist mit 50m bzw. 100m zur Wasserlinie nicht wirklich weit. Der Strand ist schön breit und im Oktober so leer, dass man den Kite überall aufbauen und starten kann. Die Kennzeichnung des Schwimmbereiches mit Bojen ist dann auch nicht mehr vorzufinden. Vom Bett aufs Brett ist hier das Motto. Das Video zeigt den Strand und die moderaten Wellen bei 10 bis 34Kn.

Einkaufen kann man im gutsortierten Supermarkt und Weinladen des Campingplatzes. Man braucht also den Platz nicht unbedingt verlassen. Doch das wäre wirklich schade, da die Umgebung viel zu bieten hat.

Essen

Wir haben im Appartement viel gekocht und es war alles dafür vorhanden. Wer nicht kochen will, fährt nach  Sant Martí d’Empúries und sucht das Lokal L’Esculapi auf – italienische, spanische Küche mit sehr gutem Service und lecker. Außerdem sind sie sehr kinderfreundlich.

Top 1 – Wanderung – GR-92 Cami´ de Ronda: Tamariu –> Lla Franc

Auf der Website https://www.costabrava-wandern.de/ ist der gesamte GR-92 beschrieben. Wir haben uns mit unseren Kindern  nur für einen kleinen Abschnitt entschieden (rote Markierungen in der Karte), da unsere Damen natürlich lieber baden als wandern. Wir starteten bei der Namensgeberin für unsere Hütte, der Bucht von Tamariu und gingen dann 5km bis zur Bucht von Lla Franc. Insbesondere bei kräftigem Wind aus Nord, ist man hier schön geschützt.

Die Tour funktioniert ab 5 bis 80 Jahre, allerdings haben die Großeltern bei ein paar kurzen Abschnitten schon Schwierigkeiten gehabt.

In Lla Franc haben wir dann zur Belohnung sehr schön Schwimmen können. Wir haben uns danach dann mit dem Taxi für 20€ zu unserem Ausgangspunkt transferieren lassen. Insgesamt brauchten wir mit Badepause und Picknick ca. 5 Stunden. Eine tolle Tour für Jung und Alt.

Top 2 Kloster Montserrat 

Ca. 170km südöstlich vom Campingplatz liegt das Kloster Montserrat in den Bergen mit Blick zum Meer und über die urbanen Ausläufer des Großraums Barcelona. Geparkt wird kostenfrei am unteren Parkhaus. Teuer wird es aber dann doch noch. Der Zug zum Kloster und die nachfolgende Bergfahrt haben es in sich. Wer will kann aber auch wandern und das lohnt sich gleich in mehrfacher Hinsicht. Wir waren gegen Mittag erst oben am Kloster, ich empfehle aber doch besser so zu planen, dass man gegen 11 Uhr dort ankommt. Dann sollte man unbedingt erst die atemberaubende Berglandschaft erkunden, da das Kloster durch den Massentourismus zu dieser Uhrzeit völlig überlaufen ist. Wer nicht so gut zu Fuß ist oder zwei Kinderbremsen besitzt, die noch vom Vortag ganz kaputt sind, gönnt sich die Seilbahn (one Way macht arm genug). Oben angekommen, kann man zunächst auf den Berg klettern (blaue Route), und wer dann bei der Steintreppe kapituliert, muss sich nicht schämen. Es ist schon sehr steil. Ich war schon einmal Jahre zuvor alleine oben, dieses Mal wollte keiner mit.

Auf dem Rückweg kann man mit toller Aussicht picknicken und den Blick genießen. Gegen 16 Uhr war das Kloster so leer, dass wir uns für die schwarze Maria angestellt haben, das hat ca. 40 Minuten Wartezeit gekostet, aber der Glaube hilft. Insgesamt ein beeindruckender Ausflug, welcher allen im Gedächtnis bleiben wird, ist doch die Bergkulisse mal so ganz anders als die uns bekannten Alpen. Auch die Vorstellung, dass diese vor tausenden von Jahren durch das Meer geformt wurden, lässt einen neben der Leistung für die Mönche ehrfürchtig werden. 4 Stunden Fahrtzeit sind natürlich nicht wenig, aber für uns war es das wert. Was die Preise Vorort anbelangt: https://tickets.montserratvisita.com/site/MontserratVisita/?lang=en

Top 3 – Wanderung GR-92 Cami´ de Ronda: Rundtour Cala Montgo´

Diese 5 km haben es in sich und sind definitiv nicht mehr großelterntauglich. Aber wir waren nicht die einzigen auf dem Weg, trafen noch eine andere Familie mit kleineren Kindern und liefen den geraden Teil zusammen zurück. Bei dieser Tour sollte man schon trittsicher sein.

Am Militärstützpunkt bietet sich eine ausgedehnte Pause auf der Steilküste an. Wir konnten sogar Klippenkletterer beobachten.

Wer Lust hat, kann nach 5 Stunden Tour den Tag am Strandhotel ausklingen lassen.

Top 4 – Salvador Dali´ – Cadaqués

Das private Wohnhaus von Dalí in Cadaquéz gehört eigentlich zum Pflichtprogramm, wenn man sich in der Gegend aufhält. Allerdings ist die Fahrt sehr kurvenreich und dauert durch die Berge vom Campingplatz aus ca. 45 Minuten . Es macht aber auch gar keinen Sinn einen Parkplatz am Strand zu suchen. Also gleich am Ortseingang parken und ein Ticket ziehen. Parkraum ist hier knapp und vergleichsweise teuer. Der Ort ist besonders und daher lohnt sich auch der Spaziergang durch die kleine Stadt und zum Dalí – Museum.

Das Museum selbst lässt sich nur mit ausreichend früher Voranmeldung besuchen. Der Garten und die Außenanlagen sind ohne Wartezeit zu besichtigen, auch sehr schön und nicht so teuer. Wer aber die Räumlichkeiten sehen, will bucht hier: salvador-dali.org

Top 5 Barcelona

Eigentlich braucht die Stadt mindestens 50 Tipps, wer aber nur einen Tagesausflug machen möchte, bekommt hier nur die Top Five Tipps für den Familienbesuch:

Die Anreise kann beschwerlich sein. Fährt man mit dem Bus vom Campingplatz, dann muss man sich an die Zeiten und Preise halten. Beides überzeugte uns nicht. Man fährt bis zum nächsten Bahnhof, nimmt dann den Zug,  vorher noch Parkplatzsuche (mit Parkgebühr und Einbruchsrisiko). Wir sind also mit dem Auto gefahren und haben die südliche Umfahrung von Barcelona genommen um nicht in den Vormittagsstau zu geraten, was geklappt hat. Geparkt haben wir hier: Moll de Barcelona, s/n, 08039 Barcelona, Spanien direkt am Interparking World Trade Center. Kostet maximal 24€ am Tag und ist über- und bewacht. Von hier geht es in 10 Minuten zu Fuß zur Rambla und zum Mercat de la Boqueria:

Vorher nur nichts essen, denn das Angebot auf dem Markt ist extrem vielfältig, günstig und noch wichtiger: lecker!!!

La Sagrada Familia

Mit der U-Bahn ist man schnell dort und braucht nicht weit laufen. Auch von außen hat der Gauditempel seinen Reiz. Da wir nun schon im Kloster waren, wollten die Kinder nicht mehr und uns war es ganz recht die Eintrittsgelder zu sparen. Nach Barcelona kommen sie vermutlich auch nochmal, dann können sie vielleicht schon selbst bezahlen 😉 . Also gab es für uns nur das Selfie vom gegenüberliegenden Platz aus und die Google Street View Tour.

Park Güell

Zum Park sind wir gelaufen und dann noch drei Stationen mit dem Bus gefahren. Im Park gibt es diverse Bänke und Tische, so dass die Reste aus den Markthallen hier Verwendung finden können. Auch hier kann man Eintritt bezahlen, muss man aber nicht. Der freie Teil ist großzügig und der Ausblick sogar besser. Die Zuwegung befindet sich links vom Haupteingang, die Treppen hoch.

La Xampanyeria

Es ist nicht wirklich ein Geheimtipp, aber ohne Reiseführer findet man sie eben nicht oder kommt einfach nicht darauf. Die Xampanyeria ist nicht weit vom Hafen und eigentlich mitten im Touristenviertel, dennoch finden sich auch viele Katalanen in dem Laden. Das Essen ist deftig, es gibt Bocadillo mit Fleisch, sowie diverse Tapas auf Chorizo-Basis. Der Boden ist glitschig. Die Stimmung ist einmalig und auch schon am Nachmittag ist fast immer was los.

Strand

Der Weg von der Xampanyeria dauert ca. 20 Minuten zu Fuß. Da es bewölkt war, gab es für uns nur eine kleine rein / raus Nummer zur Erfrischung im Meer und dann an den Megayachten und Sonnenbrillenverkäufern vorbei zurück zum Parkhaus. Unterwegs fragt man sich, auf welcher Seite des Zaunes die größeren Verbrecher stehen…

Fazit

Kiten*****
Erlebnisfaktor *****
Wandern *****
Sonne ****
Wärme ***
Essen ****
Preis / Leistung ****

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