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Plöner Seenplatte mit Schwentine und Förde – ein Himmelfahrtskommando!

Boot, Zelt, Isomatte –> nur was für Puristen ohne Kinder! Hier der Gegenentwurf:

Anhänger mit gebuchtem Transfer (Taxiunternehmen), Boote nur mit Tagesgepäck, keine Autofahrerei, glückliche Kinder und Eltern!

Die 4-Tagestour von Eutin bis Kiel im Detail. Zum Teil sind die Informationen zu den Campingplätzen in der Karte gespeichert. Auch die Distanzen lassen sich in der Karte ablesen. Wir sind jeden Tag gegen 12 Uhr aufgebrochen, haben ca. eine Stunde Pause gemacht und waren gegen 17 Uhr am nächsten Übernachtungsort. Wir haben die Tour schon mal 2013 gepaddelt, daher können einige Angaben variieren. Diesesmal sind wir am Mittwoch bzw. Donnerstag früh in Ruhleben angekommen haben die Zelte aufgebaut und sind dann am Mittag bei Eutin eingesetzt. So konnten wir einmal Auf- und Abbau einsparen – hat Vor -und wenig Nachteile.

Bevor Ihr die Tour paddelt –> Wetter, insbesondere Windrichtung z.B. bei Windfinder checken. Wie immer und hier besonders, wenn der Wind aus der falschen Richtung kommt hat keiner Spaß. Es gilt: happy wife, happy life!

Startpunkt ist die Einsatzstelle am Fissauer Fährhaus. Hier gibt es für ca. 20 PKW kostenlose Parkplätze und den Bootswagen kann man sich hier noch schenken (trotzdem nicht vergessen! der wird noch sehr wichtig).

Die Strecke führt über Malente und es gibt eine Umsetzstelle die im gesamten Seengebiet (eine Ausnahme bei Raisdorf) mit Rollen oder fahrbaren Staustufen bewältigt werden kann. Die Seen sind bis Malente Mittelgroß, so dass die Wellen bis 14 Knoten Wind recht klein bleiben. Vor Malente hält man sich rechts um die Einfahrt in die Schwentine zu finden.

 

 

Kurz nach dem Umsetzen vom Kellersee in den Diejksee befindet sich auf der rechten Seite nach ca. 300m eine Raststelle gegenüber von einem Schwimmponton mit Lokal. Wer also morgens keine Brötchen geschmiert hat kann kurz für ein Fischbrötchen anlegen. Am Ende des Dieksee befindet sich der Bootsanleger für die Seenrundfahrt. Die Kapitäne nehmen wenig Rücksicht, so dass man sein Kanu auf keinen Fall im Bereich des Anlegers anknoten sollte. Ist aber kein Schiff der weißen Flotte in Sicht, lässt sich der Steg missbrauchen.

Am Nachmittag ist man dann wieder am Campingplatz Ruhleben. Wir stellen dann sofort den Grill an und Kochen, bzw. Grillen. Im Anschluss geht der Abend dann bei Lagerfeuer und Klönschnack seinem Ende entgegen.

Der nächste Morgen lässt auf unserer Karte einen schwarzen Fleck verschwinden. 2013 hatten wird 5 Windstärken aus Nordwest, so dass wir mit den vollen Booten nicht über den großen Plöner See kamen. Damals mussten wir mit den Autos den See umfahren und sind hinter Spitzenort wieder eingestiegen. Diesmal zum Glück nicht. Der See lag da wie ein Spiegel. So konnten wir gemütlich zu unserem ersten Badestop auf den Prinzeninsel paddeln.

Vorbei am sehr schönen Campingplatz Spitzenort (nimmt nur kleinere Gruppen auf) bis zum Lanker See hatten wir Traumbedingungen.

Bis zum Fischimbiss (und mehr!) Cafe am Fuhlensee (54°11’39.5″N 10°18’47.8″E), gibt es sehr schöne Flusspassagen, die den Vergleich mit der Mecklenburger Seenplatte locker standhalten.

Baden geht hier auch, der Untergrund ist aber etwas moderig. Die Atmosphäre ist wirklich toll und wer in der Kleingruppe fährt kann am Rand auch gegen Gebühr zelten. Wir sind nach einer Stunde dann zum Endspurt aufgebrochen. Noch eine Schwentinepassage und ein See und wenn man denkt, man ist schon da, dann nochmal weiter nach rechts bis tief in eine Sackgasse und am Ende befindet sich der Zugang zum Campingplatz. Hier kommen vom Reiterhof auch die Pferde an und in das Wasser.

Der Campingplatz hat gleich oberhalb des See´s eine Gruppenwiese mit Grillhütte. Der Platz fällt allerdings leicht ab, so dass wir uns dieses Mal für einen Platz bei den Tipis entschieden haben. Bei so einem Wetter braucht man ja auch keine Hütte zum Grillen.

Kamerakku leer. Nun geht es mit der Kleinen weiter Richtung Preetz bzw. Kanuheim Klausdorf. Unterwegs kommt nun doch noch der Bootswagen zum Einsatz – und das nicht zu knapp. Die Locals halten uns vermutlich für irre, wenn wir mit dem Kanu 1,5Km durch einen städtischen Tierpark schieben, aber so schlimm ist es nicht, wenn die Boote fast leer sind. Vielleicht gibt es eines Tages mal mehr Geld in SH und sie bauen eine Kanuumfahrung für das Stromwerk.

Für das Kanuheim in Klausdorf habe ich vergessen mir die Fotoerlaubnis geben zu lassen. Es ist eine wirklich sehr schöne Anlage. Man darf aber nur Feuer in der Grillhütte machen. Ein bißchen wie im Schrebergarten, tolle Natur aber viele Regeln. Baden im Fluß ist aber erlaubt und wurde von uns ausgiebig genutzt.

Der nächste Morgen war zunächst bewölkt, aber die Windvorhersage für die Kielerförde bis 15 Uhr OK. Wir haben es gewagt und sind bis kurz hinter Mönkeberg an den Strand gepaddelt. Von dort sind wir dann mit den Autos weiter, welcher wir am Vorabend schon verholt hatten. Um nicht im Himmelfahrtsstau zu stehen, haben wir noch einen Zwischenstop in Laboe eingelegt und ich konnte mich an den Kite hängen – was für ein Tag!!!

 

 

 

 

 

 

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