wieder los…
2019 Sightseeing

Guten Morgen Amsterdam!

Ein Kurztrip in die europäische Cannabis-Metropole - mit Kindern zeitweise ein erklärungsbedürftiges Unterfangen.

Vier Tage frei bei Wolken und 0°, was tun? Nachdem wir letztes Jahr einen tollen Tag in Hamburg verbracht hatten, dachten wir uns mal gegen Strom nach Amsterdam zu verholen. Während sich also ganz Norddeutschland in das Verkehrschaos in den Harz begab, fuhren wir entspannt in die Gegenrichtung. Wir haben uns den Kastenwagen meiner Eltern ausgeliehen, um zu testen, ob das was für uns wäre. Die Kinder haben nämlich auf den letzten Campingreisen nur noch im Zelt geschlafen und dann brauchen wir den Wohnwagen nicht mehr unnötig mitschleppen. Ohne Vorbuchung sind wir abends auf dem Campingplatz Zeeburg angekommen. Es waren genügend Stellplätze vorhanden und Strom sowie Waschhäuser gab es auch. Duschen ist inklusive und man braucht auch hierfür keine Duschmarken oder Karten. Die Nacht kostet im Winter 20€.

Wer allerdings die Kochgelegenheiten auf dem Platz benutzen möchte, sollte sich warm anziehen, da es nur eine Außenküche gab.

In der Anmeldung gibt auch auch eine kleine Gastronomie, welche im Winter zum Frühstücken zwischen 9 Uhr und 12 Uhr geöffnet hat.

In 15 Minuten erreicht man zu Fuß die Straßenbahnstation. Am besten kauft man schon in der Anmeldung auf dem Platz Tagestickets für 8€ pro Erwachsenen, dann kann man sich in der City schneller fortbewegen.

Wir starteten mit einer Grachtenfahrt. Die Firma Lovers bietet verschiedene Touren an. Für unsere Familie hat eine Stunde Downtown Sightseeing 52€ gekostet.

So richtig überzeugt hat uns das zwar nicht, aber vielleicht war auch das Wetter schuld. Der Kapitän hat sich aber viel Mühe gegeben uns mit flachen Witzen aufzumuntern.

Unser zweiter Programmpunkt war das Anne Frank Haus. Hier muss man über das Internet zwingend vorbuchen. Man kauft dann den Eintritt in einem Zeitfenster von 15 Minuten, wer nicht pünktlich ist, kommt nicht rein. Wer drin ist, bekommt sehr schnell Wut, Trauer und Gänsehaut gleichzeitig. Die Ausstellung ist in Verbindung mit den Audioguides vorbildlich gestaltet.

Fotos dürfen innen nicht gemacht werden und das ist auch richtig so. Die Kinder sind übrigens dafür nicht zu klein. Die Fotodokumente beziehen sich zu 99% auf das Haus und die Geschichten innerhalb. Unsere Kinder haben viele Fragen gestellt und sind nachhaltig beeindruckt, aber nicht traumatisiert.

In Amsterdam gibt es viele Cafés und daher haben wir unsere Gedanken mit Kakao und Sahne wieder auf fröhlichere Dinge gelenkt. Das P96 ist nur 150m vom Museum entfernt.

Wir waren dann noch ein wenig shoppen, auch wenn hier viele Ketten in der City sind, so gibt es doch noch Läden und Kunst, welche man in unseren Innenstädten nicht findet.

Was einen aber immer begleitet, ist dieser unverwechselbare Duft, für den manche auch schon morgens Schlangestehen. Das den Kindern zu erklären, ist dann nicht so einfach.

Ich glaube, wir werden nochmal im Sommer wiederkommen, dann friert man zwischen den Grachten nicht so schrecklich!

 

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